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5.1.2002
Leider war´s mit dem Schlittenfahren für Markus doch nicht so gut - ähnlich wie beim Tandemfahren machen seine Füße einfach nicht das, was er gerne möchte. Beim Tandem läßt sich das mit den Klickpedalen beheben, beim Schlittenfahren leider nicht...die Beine sind daher immer irgendwo, aber nicht auf dem Schlitten. Aber schön war es trotzdem, Gondel fahren hat ihm am meisten Spaß gemacht.
Kürzlich kam ein Artikel über Markus in unserer lokalen Presse, hier zu lesen.
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4. Februar 2002
Au weia: Heute haben wir, nachdem Markus mal danach gefragt hatte, eine Trommel - bzw. ein Schlagzeug - gekauft. Zuerst nur etwas hmm... dann hat er sich aber mit Freude draufgestürzt und kräftig Krach gemacht. Er will das nun solange machen, bis die Polizei kommt. Mal sehen, wie geduldig unsere Nachbarn sind - glücklicherweise wohnen wir in einem Einfamilienhaus, da wird er wohl lange Krach machen können. Vielleicht müssen wir Eltern die Polizei nun selber holen..
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Die lauten Geräusche scheint er noch recht gut mitzukriegen, zumal man diese nicht irgendwie analysieren muß, sondern einfach auf sich wirken lassen kann. Aber die Vorstellung von von der Schule runter, dann auf die Schlagzeugschule gehen müssen wir ihm wohl noch ausreden.
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11.Februar 2002
Seit Kurzem erhält Markus eine Hippotherapie: er ist total begeistert und jedesmal voll aufgedreht, wenn er von den Therapeutinnen auf einem braven Haflinger geführt wird. Mit auf dem Bild ist ein Kameramann vom ZDF, welches eine 3-teilige Serie über Biotechnologie dreht und uns 2 Tage begleitet hat.
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8.4.2002
Ostern: Das Wetter war prima, also wurde geradelt und geklettert. Zum Ostereier suchen ist allerdings die restliche Sehfähigkeit zu schlecht (geschmeckt hat´s trotzdem!)
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...und mit Kai Ringkämpfe machen, das bringt´s!
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4. 5. 2002
Heute, am Tag der offenen Tür in der Körperbehindertenschule Sindelfingen, die Markus besucht, mußte er gleich seiner Schwester ganz stolz die ganze Schule zeigen. Davon war er dann so kaputt, daß er sich erst mal hinlegen mußte.
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23.6.2002
Immer öfter ist Markus in unserem Apfelbaum anzutreffen. Er hat sich einen Gartenstuhl druntergestellt um einfacher hinaufklettern zu können und hängt dann dort in einem Meter Höhe und philosophiert...z.B. über den Garfield-Witz: Glaubt ihr, daß eine Katze ein einfaches Leben hat, hmm? Glaubt ihr das wirklich? Recht habt ihr!
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Nur mit dem Runterklettern gibt´s noch Probleme; oft hört man ihn dann leise Maaama rufen...
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18.8.2002
Manchmal laufen sogar Dinge, bei denen man nach leidvollen Erfahrungen Probleme erwartet, dann doch problemlos durch: Markus erhält seit kurzem Blindengeld (das teilweise mit dem Pflegegeld verrechnet wird, er hat Pflegestufe 2), in seinem Behindertenausweis ist ebenfalls der Zusatz blind vermerkt. Wir wissen von anderen Eltern, die damit erhebliche Probleme haben.
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Kürzlich waren wir erstmals wieder mit Markus bei anderen zu Besuch - als er dort eine Hängematte gezeigt bekam, war er erstmal happy...
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Markus hat sich mal wieder daran erinnert, daß wir seine Geschichte auf unserer Homepage veröffentlichen. Er hatte nun eine ganz besondere Idee, ich habe ihm versprechen müssen, diese Seite einzubauen. Bitte nur mit Humor öffnen! Auf einem Laufband hat er seinen Trainer auch mal gefragt, ob das denn ein Auslaufmodell sei...
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3.10.2002
Heute gings mal wieder auf dem Cannstatter Wasen zum Volksfest. Mit Markus haben wir einige wilde Fahrgeschäfte abgeklappert...Boxauto macht am meisten Spaß, wenn´s frontal so richtig bumst - da hat er sich dann hämisch gefreut.
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Allgemeines
Meist sind es freilich schöne Dinge, über die wir hier berichten - das könnte zum Eindruck führen, daß es Markus noch sehr gut geht. Nur um seinen Zustand nochmals klar darzustellen: er hört fast gar nichts mehr, nur alle paar Tage mal ein Wort, wenn er es unbedingt hören WILL. Ansonsten sind für ihn die Schallwellen vermutlich nur Chaos, mit dem er einfach nichts mehr anzufangen weiß. Seine Sehkraft ist ebenfalls stark eingeschränkt, lesen, fernsehen usw. geht schon lange nicht mehr. Glücklicherweise hat er ein recht gutes räumliches Vorstellungsvermögen, so daß er sich in bekanntem Umfeld meist gut bewegen kann, ohne anzustoßen. Er hat eine kindliche Demenz, quasselt aber meist fröhlich vor sich hin - allerdings nimmt er einen auch voll in Beschlag, um für ihn wichtige Dinge zu sagen.
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